Essstörungen

Mit einer Essstörung leben

Essstörungen sind in den Medien häufig präsent. Dies kann einserseits informieren, andererseits aber manchmal auch Verunsicherung auslösen. Vielleicht fragen auch Sie sich daher vielleicht, ob Sie von einer Essstörung betroffen sein könnten. Oder Sie machen sich Sorgen um eine Person in Ihrem Umfeld, deren Essverhalten Ihnen problematisch erscheint.

Wenn Sie selber von einer Esstörung betroffen sind, kennen Sie sicherlich all die Schwierigkeiten im Alltag, die damit einhergehen. Und natürlich die Probleme mit sich als Person, die bei einer Esstörung entstehen.

Kennzeichnend dafür ist z.B. das ständige Gedankenkreisen rund um das Thema essen und die negativen und belastenden Gefühle die mit dem Essen einhergehen. Oder die gefühlte allmähliche Entfremdung von Mitmenschen bis hin zu einem allmählichen sozialen Rückzug.

Es gibt bei allen Esstörungen wirksame Behandlungsansätze, die ich in der Praxis verfolge. Dabei verwende ich insbesondere die Hypnose innerhalb eines therapeutischen Konzeptes dazu, Menschen mit Esstörungen zu helfen. Im folgenden möchte ich Ihnen Informationen dazu zur Verfügung stellen.

In vielen Fällen gehen Esstörungen auch mit anderen psychischen oder emotionalen Schwierigkeiten einher; man spricht dann von einer Komorbidität. Hier sind es insbesondere Depressionen, Angststörungen oder Zwangsstörungen, die eine Rolle spielen. Daten und Fakten zu Häufigkeit und Geschlechterverteilung bei Essstörungen finden Sie hier.

Was sind Essstörungen?

Bei den Esstörungen handelt es sich um Erkrankungen, bei denen das Essverhalten und die Beziehung zum eigenen Körper gestört sind. Es wird zwischen verschiedenen Arten von Esstörungen unterschieden:

  1. Magersucht (Anorexia Nervosa)
  2. Bulimie
  3. Binge-Eating-Störung
  4. Mischformen

Magersucht

Bei eine Magersucht tritt ein starker Gewichtsverlust oder anhaltendes Untergewicht auf. Es besteht bei Betroffenen eine starke Angst davor, zuzunehmen. Oft ist ein Gefühl vorherrschend, zu dick zu sein. Um nicht zuzunehmen wird daher dann die Nahrungsaufnahme sehr reduziert. Daher nehmen Betroffene dann oft immer weiter ab. Das geht mit einem gestörten Körperbild einher: obwohl sie extrem dünn sind, nehmen sie sich als zu dick wahr.

Bulimie

Bei Menschen, die an einer Bulimie leiden, kommt es zu regelmäßigen Essanfällen, bei denen innerhalb kurzer Zeit grosse Nahrungsmengen aufgenommen werden. Wie bei der Magersucht ist auch bei Menschen mit Bulimie die Angst vor Gewichtszunahme stark ausgeprägt. Um dem entgegenzuwirken, treiben Betroffene häufig extrem viel Sport, fasten oder greifen zu Abführmitteln oder Appetitzüglern.

Binge-eating Störung

Beim Binge-eating kommt es zu extremen Essanfällen mit Kontrollverlust. Nach diesen Essanfällen treten häufig Gefühle wie Scham, Ekel oder Frustration auf. Menschen, die an einer Binge-Eating Störung leiden, neigen jedoch nicht zu extremen Sporttreiben, Fasten, Erbrechen oder der Verwendung von Appetitzüglern oder Abführmitteln.

Mischformen

Mischformen (auch als atypische Essstörungen bezeichnet) liegen dann vor, wenn zwar einzelne Symptome einer Essstörung auftreten, aber die Kriterien für Magersucht, Bulimie oder Binge-Eating nicht vollständig erfüllt werden. Da die Beschwerden daher nicht eindeutig einer der drei genannten Essstörungen zugeordnet werden können, wird von einer Mischform gesprochen.

Neben den psychischen Problemen, die einer Esstörung zugrundeliegen oder mit ihr einhergehen, gibt es auch schwerwiegende körperliche Auswirkungen. Diese zeigen sich nicht nur in Form von extremer Gewichtsabnahme oder Gewichtszunahme, sondern auch bezüglich der Auswirkungen auf die inneren Organe wie Herz und Leber.

Wie entstehen Essstörungen?

Es gibt sehr viele verschiedene Erklärungsansätze zu der Frage: Wie entstehen Essstörungen? Letztendlich ist sicherlich immer die individuelle Lebensgeschichte eines Menschen genau zu betrachten, um eine Antwort auf diese Frage zu finden. Daher liste ich hier nur einige wenige Faktoren auf, die mit der Enstehung einer Esstörung in Verbindung stehen können:

  • Eine Kommunikation im Elternhaus, die von extremer Kritik geprägt ist
  • Das Vorliegen einer Essstörungen oder psychischen Erkrankung der Eltern
  • Ein Familienklima, in der Konflikte nicht offen ausgetragen werden und Emotionen eher unterdrückt werden
  • traumatische oder emotional sehr belastende Erfahrungen in Kindheit oder Jugend
  • soziale Faktoren (Schönheitsideale, Wettbewerb unter Gleichaltrigen etc.)
  • Persönlichkeitsaspekte (perfektionistische oder zwanghafte Tendenzen)

Hypnose bei Essstörungen

Die Hypnotherapie bietet hervorragende Werkzeuge, um Erlebnisse und Konflikte aufzuarbeiten, die einer Essstörung zugrunde liegen. Dazu können verschiedenen Techniken der Hypnose zum Einsatz gebracht werden:

  • Regression (ein mentales „zurückgehen zu belastenden Lebenssituationen)
  • Arbeit mit Teilpersönlichkeiten und Ego-States
  • Unterdrückte Gefühle wieder zugänglich machen

Ausserdem kann die Kraft der Suggestion genutzt werden, um die Denkprozesse und die Essgewohnheiten, die die Esstörung begleiten, zu verändern.

Ein wichtiges therapeutisches Thema ist auch die Veränderung der Selbstbeziehung, so dass diese wieder von Wertschätzung und Selbstrespekt geprägt ist. Durch die therapeutische Arbeit unter Einbeziehung der Hypnose kann damit auch das Selbstwertgefühl wieder allmählich aufgebaut werden.

Gerne begleite ich Sie auf diesem Weg. Schreiben Sie mich bei Interesse an einer Behandlung gerne an. Nutzen Sie dazu am besten einfach mein Kontaktformular.

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