Essstörungen

Was sind Essstörungen?

Bei den Esstörungen handelt es sich um Erkrankungen, bei denen das Essverhalten und die Beziehung zum eigenen Körper gestört sind. Es wird zwischen verschiedenen Arten von Esstörungen unterschieden:

  1. Magersucht (Anorexia Nervosa)
  2. Bulimie
  3. Binge-Eating-Störung
  4. Mischformen

Magersucht

Bei eine Magersucht tritt ein starker Gewichtsverlust oder anhaltendes Untergewicht auf. Es besteht bei Betroffenen eine Starke Angst davor, zuzunehmen. Oft ist ein Gefühl vorherrschend, zu dick zu sein. Um nicht zuzunehmen reduzieren Menschen, die an einer Magersucht leiden, die Nahrungsaufnahmte sehr. Daher nehmen sie immer weiter ab. Das geht mit einem gestörten Körperbild einher: obwohl Betroffene extrem dünn sind, nehmen sie sich als zu dick wahr.

Bulimie

Bei Menschen, die an einer Bulimie leiden, kommt es zu regelmäßigen Essanfällen, bei denen innerhalb kurzer Zeit grosse Nahrungsmengen aufgenommen werden. Wie bei der Magersucht ist auch bei Menschen mit Bulimie die Angst vor GEwichtszunahme stark ausgeprägt. Um dem Entgegenzuwirken, treiben Betroffene häufig extrem viel Sport, fasten oder greifen zu Abführmitteln oder Appetitzüglern.

Binge-eating Störung

Ähnlich wie bei der Bulimie kommt es bei Menschen, die an einer Binge-eating-Störung leiden, zu extremen Essanfällen mit Kontrollverlust. Nach diesen Essanfällen treten häufig Gefühle wie Scham, Ekel oder Frustration auf. Menschen, die an einer Binge-Eating Störung leiden, neigen jedoch nicht zu extremen Sporttreiben, Fasten, Erbrechen oder der Verwendung von Appetitzüglern oder Abführmitteln.

Mischformen

Mischformen (auch als atypische Esstörungen bezeichnet) liegen dann vor, wenn zwar einzelne Symptome einer Essstörung auftreten, aber die Kriterien für die Magersucht, Bulimie oder Binge-Eating Störung nicht vollständig erfüllt werden. Da die Beschwerden daher nicht eindeutig einer der drei genannten Esstörungen zugeordnet werden können, wird von einer Mischform gesprochen.

Neben den psychischen Problemen, die einer Esstörung zugrundeliegen oder mit ihr einhergehen, gibt es auch schwerwiegende körperliche Auswirkungen. Diese zeigen sich nicht nur in Form von extremer Gewichtsabnahme oder Gewichtszunahme sondern auch bezüglich der Auswirkungen auf die inneren Organe wie Herz und Leber haben.

Wie entstehen Essstörungen?

Es gibt sehr viele verschiedene Erklärungsansätze zu der Frage: Wie entstehen Essstörungen? Letztendlich ist sicherlich immer die individuelle Lebensgeschichte eines Menschen in Augenschein zu nehmen, um eine Antwort auf diese Frage zu finden. Daher liste ich hier nur einige wenige Faktoren auf, die mit der Enstehung einer Esstörung in Verbindung stehen:

  • Eine Kommunikation im Elternhaus, die von extremer Kritik geprägt ist
  • Das Vorliegen einer Essstörungen oder psych. Erkrankung der Eltern
  • Ein Familienklima, in der Konflikte nicht ausgetragen werden und Emotionen unterdrückt werden
  • traumatische oder emotional sehr belastende Erfahrungen in Kindheit oder Jugend
  • soziale Faktoren (Schönheitsideale, Wettbewerb unter Gleichaltrigen etc.)
  • Persönlichkeitsaspekte (perfektionistische oder zwanghafte Tendenzen)

Hypnose bei Essstörungen

Die Hypnotherapie bietet gute Mittel, um Erlebnisse und Konflikte aufzuarbeiten, die einer Essstörung zugrunde liegen. Dazu können verschiedenen Techniken der Hypnose zum Einsatz gebracht werden:

  • Regression (ein mentales „zurückgehen“ zu belastenden Lebenssituationen)
  • Arbeit mit Teilpersönlichkeiten und Ego-States
  • Unterdrückte Gefühle wieder zugänglich machen

Ausserdem kann die Kraft der Suggestion genutzt werden, um die Denkprozesse und die Essgewohnheiten, die die Esstörung begleiten, zu verändern.

Ein wichtiges therapeutisches Thema ist auch die Veränderung der Selbstbeziehung, so dass diese wieder von Wertschätzung und Selbstrespekt geprägt ist.

Durch die therapeutische Arbeit unter Einbeziehung der Hypnose kann damit auch das Selbstwertgefühl wieder allmählich aufgebaut werden.

Gerne begleite ich Sie auf diesem Weg.